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Sind Influencer die neuen Künstler? – Ein Gespräch mit Quirin Simeon über Studium, Dokumentation und kreative Freiheit

Aktualisiert: 23. März

In einer Welt, in der Likes und Follower als neue Währung gelten, stellt sich immer öfter die Frage: Sind Influencer heute die modernen Künstler, mit einer fast schon überbordenden Ausdruckskraft? Zwischen Selfies, Insta-Stories und kreativen Kurzvideos entstehen Kunstformen, die nicht nur Menschen erreichen, sondern sie auch aktiv in den Schaffensprozess einbinden. In diesem Interview blicken wir auf Quirin Simeon, der als Student und Influencer Einblicke in sein Leben zwischen Hörsaal und digitaler Bühne gewährt. Viel Vergnügen beim Lesen!





1. Durch das Dokumentieren deines Studiums bist du bekannt geworden. Was war für dich spannender: Die Erfahrung des Dokumentierens oder das Studium selbst?

 

Ich habe zwar durch mein Dokumentieren eine kleine Community aufgebaut, aber bekannt würde ich mich nicht nennen… doch spannender war für mich das Dokumentieren. Ich muss sagen, dass ich an der ETH bestimmt großartige und sehr interessante Dinge lernen durfte, was ich auch sehr schätze, doch das Filmen und Schneiden macht mir schlicht und einfach mehr Spass. Ideal wäre für mich beides, da ich durchaus sehr wissbegierig bin und mich immer weiterentwickeln möchte, doch leider nimmt die ETH nun mal sehr viel Zeit in Anspruch…

 


 


Quirin Simeon
Quirin Simeon

 

 

3. Wem würdest du ein Studium in diesem Bereich empfehlen? 

Ich studiere Umweltnaturwissenschaften. Dieses Studium empfehle ich allen, die neugierig für Wissen sind und gerne neues lernen. Besonders im Bereich Umwelt, Natur, Stoffkreisläufe… Im Grunde geht es darum unseren Planeten und seine komplexen Prozesse ein wenig besser zu verstehen. Sowohl chemisch als auch physikalisch und biologisch. Auch wenn die Menschheit noch weit davon entfernt, ist alles zu verstehen, was einem in solch einem Studium durchaus bewusstwird, geht es darum die Erde zu verstehen. Dieses Wissen ist nötig, um zu sehen, was wir als Menschheit alles zerstören und um auf alternative Ideen zur Energiegewinnung, Wiederverwendung von Ressourcen, neue Stoffverbindungen etc. zu kommen. Allgemein erweitert es enorm den Horizont und verändert definitiv dein Weltbild.

 

 

 

 

4. Was bedeutet für dich der Begriff „zeitgenössischer Künstler“?

Uh… Gute Frage. Spannende Frage. Wenn ich darüber nachdenke, würde ich mich vermutlich so nennen. Ein Künstler, der mit der Zeit mitgeht und sich versucht durch zeitlich aktuelle Medien auszudrücken. Natürlich können zeitgenössische Themen/Dinge auch durch «klassische» Kunst übermittelt werden, nun für mich bedeutet das Wort eher ersteres.

 

 

 

 

 

5. Was ist dein Nummer-1-Lerntipp?

Ich habe gleich 2 auf Lager. Sehr wichtige, die für mich am besten funktionieren. Erster,  Total banal, aber grandios: Handy weg! Das Teil lenkt massiv ab und müllt den Kopf zu. Flugmodus und «nicht stören» aktivieren. Zweiter, Weniger ist mehr! An meinen Lernphase Videos kann man sehr gut sehen, dass ich immer nur ein bisschen lerne alles andere geht bei mir nicht. Nach 45 Minuten intensiv lernen ist bei mir Schluss. Dazwischen mal baden gehen, etwas leckeres Essen, Freunde treffen, eine Runde Sport, backen etc.







Wir bedanken uns bei Quirin Simeon für das aufschlussreiche Gespräch und die spannenden Einblicke in seinen Alltag zwischen Studium und Content-Kreation. Ob klassischer Künstler oder moderner Influencer – am Ende zählt wohl die Leidenschaft für Neues und die Freude am kreativen Ausdruck. Wir wünschen Quirin weiterhin viel Erfolg und freuen uns schon auf seine nächsten Projekte!


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